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IVG Immobilien kaufen 23.06.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die IVG Immobilien-Aktie (ISIN DE0006205701 / WKN 620570) von "halten" auf "kaufen" herauf.
Der Wert der Aktie habe seit dem letzten Research der Analysten stark an Boden verloren. Ihres Erachtens sollte dies zwei Umständen geschuldet sein: Das Verhalten des Hauptaktionärs Sal. Oppenheim sei ungewiss und die Diskussion um die beantragte Staatsgarantie von 300 Mio. EUR.
Der Hauptaktionär Sal. Oppenheim könnte wegen eigener Probleme sein Aktienpaket über 20% des Aktienkapitals veräußern. Bisher seien hier aber keine Anzeichen zu erkennen, so dass diese Diskussion anhalten könnte. Zudem habe die beantragte Staatsgarantie über 300 Mio. EUR verunsichert. Diese Mittel seien nach Erachten der Analysten für die Überlebensfähigkeit des Unternehmens nicht zwingend notwendig, könnten aber nach ihrer Meinung die Zinsaufwendungen um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag reduzieren.
Die Entscheidung über den Antrag sollte in ca. zwei Monaten erfolgen. Die jüngste Aktienkursentwicklung habe auch wenig mit der operativen Entwicklung des Unternehmens zu tun. So sollten angabegemäß im Jahresverlauf bis heute Immobilien von ca. 500 Mio. EUR (an Dritte oder eigene Fonds) veräußert worden sein. Zur Erinnerung, für das Jahr 2009 seien insgesamt 900 Mio. EUR an verkauften Assets geplant gewesen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass diese Guidance erreicht werde. Eine detailiertere Guidance gebe es nicht, was die Analysten jedoch wenig irritiere. Bei der Vermietung befinde sich das Unternehmen weiterhin in Plan. In einzelnen Städten würden die Mieten leicht unter Druck kommen, was aber bereits in der Budgetierung im Vorfeld so erwartet worden sei und die Analysten wenig überrasche. Finanzierungsseitig hätten im zweiten Quartal 320 Mio. EUR zur Refinanzierung angestanden.
Laut Unternehmensangaben sei der Großteil davon zurückgeführt und ein kleiner Teil (ca. 80 Mio. EUR) verlängert worden. Dieses Jahr seien damit finanzierungsseitig alle großen Hürden genommen, nur im vierten Quartal stünden 120 Mio. EUR an. Erst im vierten Quartal 2010 stehe mit 430 Mio. EUR der nächste größere Refinanzierungsbedarf an.
Die Strategie des Unternehmens, Liquidität zu sichern, scheine bisher gut auf zu gehen. IVG Immobilien verkaufe Bestandsobjekte, um die Investitionen in die Development-Pipeline zu finanzieren. Diese Pipeline solle sukzessive abgearbeitet werden. Nennenswerte neue Projekte sollten nicht starten.
Aus Sicht des Gesamtjahres würden die Analysten davon ausgehen, dass die Immobilienpreise weiter unter Druck geraten. Man gehe in den Modellen von Bewertungsverlusten (bzw. im kleineren Rahmen von Verkaufsverlusten aus dem Verkauf von Immobilien unter dem Buchwert) von insgesamt 250 Mio. EUR aus. Dennoch sollte sich das Eigenkapital je Aktie Ende 2009 mit über 9,00 EUR über den momentanen Aktienkurs befinden. Darin nicht eingerechnet seien mögliche Bewertungsgewinne der sich noch im Bestand befindlichen Kavernen, die möglicherweise schon bei den Zahlen zum Halbjahr als Trigger dienen könnten.
Bis Ende 2010 sollte die IVG Immobilien weiter mit der Restrukturierung des Geschäftes beschäftigt sein. Treiber für den Aktienkurs sollten nach Erachten der Analysten die Erfüllung der eigenen Verkaufsguidance des Immobilienbestandes sein. Zudem könnte ein positiver Effekt auf die Bewertung der sich noch im Bestand befindlichen Kavernen ergeben.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihr Kursziel von 7,00 EUR bei und stufen die IVG Immobilien-Aktie von "halten" auf "kaufen". Zur Kursfindung würden ihnen ihr Peer-Group-Modell sowie das erwartete Eigenkapital je Aktie Ende 2009 dienen. (Analyse vom 23.06.2009) (23.06.2009/ac/a/d)
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